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Microsoft kauft Activision Blizzard

Microsoft kauft Activision Blizzard für 68,7 Mrd. USD

Microsoft kauft Activision Blizzard für 68,7 Mrd. USD (2)

 von Andreas Link - Microsoft sagte letztes Jahr, dass man weitere Übernahmen plant. Eine in diesem Format hat man wohl nicht erwartet: Activision Blizzard geht für 68,7 Milliarden USD-Dollar nach Redmond - vorbehaltlich der Genehmigung.

Microsoft hat die Spendierhosen an und erlaubt sich die nächste große Übernahme: Nach Zenimax für in diesem Vergleich mickrige 7,5 Milliarden US-Dollar übernimmt man nun Activision Blizzard für 68,7 Milliarden US-Dollar. Selbst für Microsoft ist die Übernahme kein Handgeld - Mohjang (Minecraft) kostete nur 2,5 Milliarden US-Dollar und Linked In, als eine der größeren Übernahmen aus der neueren Zeit, schlug mit 26 Milliarden US-Dollar zu Buche; für Github zahlte man 7,5 Milliarden US-Dollar. Selbst inflationsbereinigt zählt der Deal für Microsoft zu den größeren.

Activision Blizzard wird laut Microsoft-CEO Sataya Nadella "eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung von Metaversen-Plattformen spielen". Damit ist, etwas verklausuliert, die Strategie von Microsoft benannt: Man benötigt schlichtweg den Content, um Angebote wie den Xbox Game Pass zu befüllen und zumindest semi-exklusiv auf die Xbox zu bringen. Für Microsoft wie für Sony gilt heute ja, dass Spiele auch auf dem PC erscheinen können. Diese Mauer wurde erfolgreich niedergerissen; PC-Spieler freut es.

Microsoft übernimmt Zenimax für 7,5 Milliarden US-Dollar

Wahrscheinlich wird bei Abschluss durchgekehrt

Microsoft will "so viele Activision-Blizzard-Spiele wie möglich im Xbox Game Pass und PC Game Pass anbieten, sowohl neue Titel als auch Spiele aus dem unglaublichen Katalog von Activision Blizzard", so Microsofts CEO Gaming-Division Phil Spencer. Der Game Pass hat rund 25 Millionen Abonnenten, so Microsoft und Spencer hatte letztes Jahr schon verlauten lassen, dass die Einkaufstour nicht vorbei ist.

Wie bei solchen Ankündigungen üblich werden sich die Wettbewerbs- und Aufsichtsbehörden das Thema anschauen und genehmigen müssen. Microsoft will den Deal aber im Fiskaljahr 2023 abschließen. Gleichzeitig kommen natürlich Fragen auf, denn Redmond dockt ein Unternehmen an, das zuletzt vornehmlich negative Schlagzeilen produziert hat. Das wird vermutlich einer der Gründe sein, warum die Übernahme auf den Tisch kam, denn der Marktwert von Activision Blizzard hatte zuletzt deutlich gelitten.

Es wartet ein zähes Genehmigungsverfahren

Fürs Erste wird bei Activision Blizzard alles belassen, wie es ist. Bobby Kotick bleibt in seiner Führungsposition und berichtet an Spencer. Wie bei solchen Deals üblich, wird nach Abschluss der Übernahme durchgekehrt werden und Spencer machte deutlich, dass Microsoft ein Unternehmen ist, das für Inklusion steht und das soll auch bei den Arbeitsplätzen der einzelnen Studios von Activision Blizzard ankommen. Langfristig kann man davon ausgehen, dass die einzelnen Studios bei Microsoft Gaming eingegliedert werden, doch wir reden hier zunächst einmal von möglicherweise anderthalb Jahren im Voraus, bis der Deal bestätigt und genehmigt wurde. Genug Zeit, um sich über das Stühlerücken zu beratschlagen.

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Für Microsoft ist die Übernahme dennoch ein gewisses Risiko, weil unter anderem Klagen gegen das Unternehmen und Manager laufen. Microsoft selbst hatte noch vor einiger Zeit gesagt, dass man wegen der Vorgänge bei Activision Blizzard die Zusammenarbeit überdenkt. Letztlich dürfte der Preis so attraktiv gewesen sein, dass man dem Deal Positives abgewinnen kann und da wären wir auch bei den ersten Gewinnern der Übernahme - den Anteilseignern. Die haben mit Activision Blizzard in den letzten Jahren gutes Geld verdient, allen voran natürlich auch Bobby Kotick, der sich sein Lebenstraum als Großaktionär nun vergolden lässt.

Was bekommt Microsoft für das Geld?

Wer im Thema ist, dürfte wissen, was Microsoft für das Geld bekommt. Einerseits Activision mit den Kernmarken Call of Duty und Skylanders sowie den allseits bekannten Studios. Weiterhin das ebenso gebeutelte Blizzard-Team mit den bestehenden Kernmarken Diablo, Warcraft, Starcraft und Overwatch. Und letztlich, nicht zu unterschätzen, King mit Spielen wie Candy Crush. Microsoft steigt mit den Zukäufen binnen kürzester Zeit zum Schwergewicht der Videospielindustrie auf, obwohl man das Thema nach der Jahrtausendwende abgesehen von den Konsolenbemühungen sehr stiefmütterlich behandelte. Ein Studio nach dem anderen wurde geschlossen - Access, Ensemble, um nur zwei zu nennen.Microsoft kauft Activision Blizzard für 68,7 Mrd. USD (1)

Microsoft kauft Activision Blizzard für 68,7 Mrd. USD (1)Quelle: Microsoft

Es war einmal 1979 ein schlecht bezahlter Entwickler

Für Activision Blizzard endet derweil eine durchaus interessante Firmengeschichte, die 1979 startete - mit einem Gründer, der bei Atari mit dem Gehalt unzufrieden war. Die Spiele brachten Millionensummen, während er mit Kleingeld abgespeist wurde. Und so fand man sich, vielleicht Ironie des Schicksals, zu viert aus dem Atari-Entwicklerpool zusammen, um Activision zu gründen. Ende der Achtziger und Anfang der Neunziger kam man dann, wie viele Mitbewerber, in unruhige Fahrwasser, was dann einen gewissen Bobby Kotick (mit reichen Freunden) als Investor in das angeschlagene Unternehmen spülte.

Er leitete das Unternehmen wirtschaftlich geschickt bis zum Zusammenschluss mit Vivendi (worüber Blizzard ins Team kommt) und bereitet dann wohl sein Meisterstück vor: Kotick bleibt als CEO im Amt und spielt das lange Spiel, Vivendi bekommt 52 Prozent der Anteile - das gemeinsame Unternehmen wird auf 18,9 Milliarden US-Dollar geschätzt. 2013 verliert Vivendi als Großkonzern das Interesse und Activision Blizzard kauft sich für 5,83 Milliarden US-Dollar 429 Millionen Anteile zurück und ist damit wieder eigener Herr im Haus - zu 63 Prozent. Ein gewisser Bobby Kotick besitzt zusammen mit Investor-Kumpel Brian Kelly zu dieser Zeit 24,4 Prozent der Anteile.

Von da an kennt Activision Blizzard nur einen Weg, den nach oben. Kotick steigert den Firmenwert auf S&P-500-Niveau und macht Activision Blizzard zum dritten Gaming-Unternehmen im Fortune 500, nach Electronic Arts und Atari. In den letzten Jahren mag sich Kritik der Spieler am Unternehmen gemehrt haben, aber für Investoren bleibt Koticks Fahrplan erfolgreich: Wer 2000 an Bord war und gehalten hat, hatte 2020 ~8.100 Prozent mehr Wert in seiner Anlage. Und wer zuletzt im Kurseinbruch durch die Skandale zugeschlagen hat, könnte auch noch kurzfristig gute Gewinne realisieren.

Spannend ist, was Microsoft noch alles kaufen wird, oder ob man nun gesättigt ist. Es machten auch durchaus Gerüchte die Runde, dass man zum Beispiel an Discord interessiert ist, die Eigentümer aber nicht weich klopfen konnte. Geld spielt in Redmond keine große Rolle, das dürfte spätestens jetzt klar sein, war es aber auch schon nach dem Ausflug mit Mixer, wo man Unsummen in Exklusivverträge steckte, nur um das Projekt dann kurzerhand abzuklemmen.

Quelle: Microsoft, PCGH

 


Rentner   19. Januar 2022    15:07    Allgemein    0    307
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Rentner:
21.09.2021 17:07
Neuer ATI Treiber ist da. 👍
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07.09.2021 17:29
Interne Forum 😉schauen.
Rentner:
01.09.2021 14:54
Neuer NVIDIA treiber ist da.😀
Rentner:
28.07.2021 09:17
Neuer ATI treiber ist da
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